Stabilität von SARS-CoV-2 und mögliche Inaktivierungsverfahren

Die Bilder dürfen nur im Kontext der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter Angabe des Copyrights © RUB, Marquard verwendet werden, zum Beispiel für Webseiten der RUB sowie für Texte oder Webseiten, die sich speziell mit Ereignissen an der RUB oder Leistungen von RUB-Mitgliedern beschäftigen. Die Bilder dürfen nicht in Kontexten verwendet werden, in denen die RUB nur stellvertretend für Hochschulen im Allgemeinen steht.
©Ruhr-Universität-Bochum
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In unserer eng vernetzten Welt hat sich das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) innerhalb weniger Monate zu einer globalen Pandemie entwickelt. 

Auch wenn in naher Zukunft weite Teile der Bevölkerung durch Impfung vor einer schweren SARS-CoV-2 Infektion geschützt sein werden, wird es trotzdem zu weiterhin zu schweren Verläufen in Personen kommen die entweder nach Impfung keine ausreichende Immunität aufgebaut haben oder eine Impfung ablehnen.

Auch wenn aktuell mit Hochdruck an der Entwicklung von Virostatika und anderen Therapiemöglichkeiten geforscht wird, kann aktuell nicht vorhergesehen werden, wann diese für breite Bevölkerungsschichten zur Verfügung stehen. Daher sind bei der Prävention von SARS-CoV-2-bedingten Erkrankungen im Augenblick neben Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz vor allem Hygienemaßnahmen relevant.

Die Übertragung des Virus erfolgt zwar überwiegend per Tröpfchen im Nahbereich und zu einem Anteil auch über Aerosole, grundsätzlich können Coronaviren jedoch auch durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang infektiös bleiben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint daher möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute der Nase oder der Augen übertragen wird. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass infektiöses SARS-CoV-2 einige Zeit auf Oberflächen (Metalle, Papier) nachweisbar ist. Ziel des Projekts ist es, zu untersuchen, wie lange infektiöse Viruspartikel auf Oberflächen, medizinischen Geräten und Schutzausrüstung nachweisbar sind. Danach sollen Inaktivierungsverfahren für verschiedene Oberflächen und Schutzausrüstung getestet werden. 

Veröffentlichungen im Rahmen des VIRAL Netzwerks:

  1. Toni Luise Meister, Yannick Brüggemann, Barbora Tamele, John Howes, Eike Steinmann, Daniel Todt: A touch transfer assay to determine surface transmission of highly pathogenic viruses
  2. Daniel Todt, Toni Luise Meister, Barbora Tamele, John Howes, Dajana Paulmann, Britta Becker, Florian H Brill, Mark Wind, Jack Schijven, Natalie Heinen, Volker Kinast, Baxolele Mhlekude, Christine Goffinet, Adalbert Krawczyk, Jörg Steinmann, Stephanie Pfaender, Yannick Brüggemann, Eike Steinmann: A realistic transfer method reveals low risk of SARS-CoV-2 transmission via contaminated euro coins and banknotes
  3. Toni Luise Meister, Jill Fortmann, Daniel Todt, Natalie Heinen, Alfred Ludwig, Yannick Brüggemann, Carina Elsner, Ulf Dittmer, Joerg Steinmann, Stephanie Pfaender, Eike Steinmann: Comparable Environmental Stability and Disinfection Profiles of the Currently Circulating SARS-CoV-2 Variants of Concern B.1.1.7 and B.1.351
  4. Toni Luise Meister, Daniel Todt, Yannick Brüggemann, Joerg Steinmann, Sepideh Banava, Florian H Brill, Stephanie Pfaender, Eike Steinmann: Virucidal activity of nasal sprays against severe acute respiratory syndrome coronavirus-2
  5. Lisa Müller, Philipp Niklas Ostermann, Heiner Schaal, Sabine Salla, Jörg Timm, Gerd Geerling, Johannes Menzel-Severing: RT-PCR Testing of Organ Culture Medium for Corneal Storage Fails to Detect SARS-CoV-2 Infection Due to Lack of Viral Replication

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Dr. Martha Paluschinski
Martha.Paluschinski@med.uni-duesseldorf.de

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